Team

Bianka Wartig

Nach dem Abitur habe ich einen kurzen Ausflug in die Werbebranche gemacht und war als Gestaltungstechnische Assistentin tätig. Im Anschluss habe ich an der Universität Bielefeld Grundschullehramt mit Sonderpädagogik und Sachunterricht mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt studiert. Aktuell promoviere ich an der Fakultät für Physik in Bielefeld zum Thema Digital Gamification und die Auswirkungen auf Motivation und Lernleistung von Schüler*innen mit verschiedenen sozioökonomischen Hintergründen.

Ich bin in der Lehre im physikalischen Sachunterricht tätig. Aktuelle bespiele ich ein Seminar, das die verschiedenen Perspektiven des Sachunterrichtes zusammenbringt und Studierende in den ersten Semestern dazu befähigt, die Perspektiven zu verknüpfen. Dieses Seminar lässt mir und den Studierenden viel kreativen Spielraum, so dass auch immer wieder Themenschwerpunkte zu digitalen Aspekten integriert werden.

Ich forsche gerade hauptsächlich zu Digital Gamification und Physik im Sachunterricht sowie Inklusion. Ich interessiere mich für eine feministische Perspektive auf Schule und zähle außerdem intersektionale Aspekte zu meinen Forschungsinteressen. Dazu gehören besonders die Dimensionen Gender & Disability.

Mich begeistert die Idee eines Netzwerkes besonders für die Grundschule, weil ich denke, dass es in Grundschulen viel Potenzial gibt, das nicht genutzt werden kann, weil vieles unzugänglich erscheint und teilweise auch ist. Maker Education oder ähnliche Zugänge lösen für mich eine Black Box der Materialien und Endprodukte auf. Es wird viel einfacher, den Unterricht und / oder die Lehramtsausbildung nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und sich auszuprobieren. Aufgrund meiner Ausbildung und meine Erfahrungen in der Werbung kann ich auf jeden Fall Wissen und Kompetenzen bzgl. eines Außenauftritts des Netzwerkes beisteuern oder auch andere Mitglieder unterstützen, wenn sie z. B. ein Logo für das eigene Forschungsprojekt haben möchten / brauchen. Da ich in meiner Dissertation in die Welt des 3D-Drucks eingetaucht bin, teile ich auch gerne diese Erfahrungen. Ich selbst lerne gerne neues dazu, wenn es um handwerkliche Belange (Holzbearbeitung, Löten usw.) oder verschiedenen Programmiersprachen geht.   







Dr. phil. Antje Arnold

Ich bin seit rund zwanzig Jahren in der universitären Forschung und Lehre in der Germanistik – Abteilung Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik tätig. Ich habe an der Universität zu Köln, der University of Birmingham (GB) und der Karls-Universität Prag studiert. Meine Promotion zum Thema der „Rhetorik der Empfindsamkeit“ beschäftigt sich medienkulturhistorisch mit Emotionsforschung. Das Thema begleitet mich seitdem auch in deutschdidaktischen Diskursen. Ebenso lange begleitet mich die Internationalisierung an Universitäten, insbesondere auch diejenige der Lehrer:innenbildung. Zu erfahren, wie in internationalen Kontexten gelernt und gelehrt wird, welche Ressourcen eine Rolle spielen und wie Lehrer:innenbildung organisiert wird, trägt viel zu meinem Profil bei, möglichst vielfältig, im Team und interdisziplinär zu arbeiten.

Ich lehre in der Literaturwissenschaft und Literatur- und Lesedidaktik mit dem Schwerpunkt Primarstufe. Meine Schwerpunkte liegen in der Vorlese- und Bilderbuchdidaktik, dem performativen Lernen und dem diversitätssensiblen, inklusiven Deutschunterricht. In meinen Veranstaltungen gehe ich integrativ und interdisziplinär vor – sprachlich-literarisch und multimodal. Im forschenden Lernen (Lernwerkstätten, schulpraktischen Seminaren) erproben wir Literaturprojekte, auch an außerschulischen Lernorten.Meine literaturwissenschaftliche Forschung ist medienkulturhistorisch, rhetorik- und ästhetikgeschichtlich ausgerichtet. Sie bildet die Grundlage etwa für mein deutschdidaktisches Forschungsprojekt „OPERFLOW“ (gemeinsam mit Dr. C. Sappok) zu partizipativen Interviews über Flow in der Kinderoper. Außerdem forsche ich empirisch zur Literatur- und Lesedidaktik mit Schwerpunkt Grundschule, insbesondere zu multimodalen Vorlesegesprächen.

Die Performativität des literarischen Lesens bzw. das Lernen in authentischen Sprachhandlungskontexten hat die Handlungsorientierung zur Basis. Dabei kann die (Sprach-)Handlung bereits das Produkt darstellen oder es wird zu einem Produkt gehandelt (etwa in einem dialogischen Austausch darüber) oder aber es wird ein Produkt erstellt, das dann sprachlich gewürdigt werden kann. In jedem Fall erweitert das Konzept von maker education das Konzept des für den Deutschunterricht bekannten ‚handlungs- und produktionsorientierten Unterricht‘, weil darin deutlich wird, dass Handlungsorientierung mehr als eine Methode ist. Es handelt sich um eine Haltung zum Lernen und Lehren und kann damit beide, Lehrkräfte wie Lernende, inspirieren und sinnvolle Kontexte stiften. Kreativität und Handwerklichkeit gehen einher – und über diese Verbindung wiederum handeln viele berühmte literarische Texte…








Dr. Erika Lahnsteiner

Nach meinem Studium der Biologie/Zoologie an der Universität Salzburg (Österreich) habe ich über mehrere Wege zur außerschulischen MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen gefunden. Seit 2010 arbeite ich im explorhino Schülerlabor an der Hochschule Aalen und leite dieses seit 2021.

Während und nach dem Studium lag mein Fokus vor allem auf Neurobiologie.

Durch meine Tätigkeit im explorhino Schülerlabor habe ich in den letzten Jahren zunehmend das Making und Tinkering für mich entdeckt. Wir bieten Schulklassenkurse (vor allem in Grundschulen) sowie vielfältige Freizeitangebote im MINT-Bereich für Kinder und Jugendliche an – darunter Camps, Ferienwerkstätten und eine offene Werkstatt. Von Multiplikatorenschulungen bis zu „Hackdays“ im Rahmen des Projekts „Make Your School“ bieten wir eine breite Palette an Förderangeboten.

Seit 2019 bauen wir einen Makerspace auf und betreiben dort jeden Samstag Nachmittag eine offene Werkstatt. Ursprünglich für Kinder und Jugendliche gedacht, ist dieser Treffpunkt mittlerweile zu einem Anlaufpunkt für Jung und Alt geworden. Mir liegt am Herzen, Maker Education nicht nur im außerschulischen Bereich voranzutreiben, sondern sie auch in die Schulen zu tragen. In den vergangenen Jahren habe ich umfangreiche Erfahrungen im Bereich Making und Tinkering mit Kindern und Jugendlichen gesammelt, die ich gerne in ein Netzwerk einbringe.









Dr. Manuel Haselhofer

Seit September 2024 lehrt Manuel Haselhofer als Dozent an der Pädagogischen Hochschule FHNW im Bereich der Didaktik des Sachunterrichts (Primarbereich). Zuvor war er als Postdoktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Naturwissenschafts- und Technikdidaktik tätig und leitete das EduNaT-Kompetenzzentrum an der Pädagogischen Hochschule FHNW. In dieser Zeit engagierte er sich zudem als Lehrbeauftragter in der Didaktik von Kunst und Design (Schwerpunkt Technik und Design im Sekundarbereich) sowie als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter in diversen Projekten an der FHNW. Seine Laufbahn begann er als Lehrperson für Deutsch, Technik und Physik an Realschulen in Deutschland.

Manuel Haselhofer beschäftigt sich in der Lehre mit Themen und Inhalten zur Technischen Bildung und deren Bezugsdisziplinen, fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Ansätzen des Sachunterrichts, mit Technik und Design sowie dem Querschnittsbereich Kommunikation.

Manuel Haselhofer widmet seine Forschung der Frage, wie Technikbildung in Schule und Lehrerbildung verstanden, vermittelt und weiterentwickelt werden kann. Hierzu arbeitet er konzeptionell und empirisch. Darüber hinaus befasst sich Haselhofer mit Fragen der technischen Allgemeinbildung, der interdisziplinären Verknüpfung von Natur- und Technikwissenschaften sowie der Praxisorientierung im Unterricht.

Bezogen auf den Grundschulbereich sollte eine Maker Education Lernenden erlauben, primäre Erfahrungen mit unterschiedlichen – auch technischen – Phänomenen zu machen. Dabei bilden die Fragen der Kinder den Ausgangspunkt für neugieriges, entdeckendes und mehrperspektivisches Lernen, welches sie zunehmend befähigt, die Welt wahrzunehmen und zu erschliessen, sich in dieser Welt zu orientieren und in dieser Welt verantwortungsvoll zu handeln.










Jun.-Prof. Dr. Taha Ertuğrul Kuzu

Jun.-Prof. Dr. Taha Ertuğrul Kuzu hat von 2008 bis 2014 Grundschullehramt (mit den Fächern Deutsch und Mathematik) an der Technischen Universität Dortmund studiert (Bachelor of Arts; Master of Education). 2014 – 2018 hat er zum Themenkomplex ,Mehrsprachige Verstehensprozesse im Mathematikunterricht am Beispiel der Verstehensprozesse zum Anteilsbegriff’ geforscht (betreut von Prof. Dr. Susanne Prediger, https://doi.org/10.1007/978-3-658-25761-3). Von 2018 bis 2020 war er Grundschullehrer im Vorbereitungsdienst und im Jahre 2020 übernahm er eine Postdoc-Stelle an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Marcus Nührenbörger (mit einem Forschungsschwerpunkt auf prä-algebraisches Denken im Rahmen von Translanguaging-Prozesses und des Einsatzes digitaler Medien). Im Wintersemester 2022/23 war er Vertretungsprofessor am Institut für Didaktik der Mathematik (IDM) der Universität Bielefeld und seit Oktober 2023 ist er Tenure-Track-Professor für Heterogenität in der Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Seine Forschungsinteressen liegen in der Analyse von Lehr-Lernprozessen im Kontext von a) Heterogenität und Inklusion (mit Fokus auf Translanguaging und Mehrsprachigkeit) sowie b) digitalen Medien (mit Fokus auf die didaktische Implementierung von KI-Systemen/ Large Language Models sowie Lernendenerklärvideos und -podcasts). Methodisch ist er auf qualitativ-rekonstruktive Forschung spezialisiert, insbesondere auf die interpretative Interaktionsanalyse sowie auf Design-Based Research.

Die Lehrtätigkeit von TT.-Prof. Dr. Taha Ertuğrul Kuzu umfasst didaktische Grundlagen zur Unterrichtsplanung in heterogenen und mehrsprachigen Lernendengruppen sowie die Förderung von digitaler Medienbildung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Primarstufe (z. B. im Rahmen von Promptingprozessen und UDL-Design). Weitere Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung interpretativer Forschungsmethoden, insbesondere der Interaktionsanalyse, in der Lehrer*innenbildung.

In seiner Forschung widmet sich Taha Ertuğrul Kuzu insbesondere der empirisch-qualitativen Lernprozessforschung mit einem Fokus auf mathematische, sprachliche und digitalitätsbezogene Lehr-Lern-Prozesse in der Grundschule. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Mehrsprachigkeitsforschung, die Translanguaging-Ansätze sowie die fach- und sprachsensible Unterrichtsentwicklung in der Grundschule in den Blick nimmt. Darüber hinaus forscht er im Bereich der Professionalisierung von Lehrkräften, insbesondere zur Heterogenitäts- und Digitalitätssensibilisierung von Grundschullehrpersonen. Methodisch liegt der Schwerpunkt auf qualitativ-rekonstruktiver Forschung, vor allem auf interpretativen Interaktionsanalysen und Design-based Research.

Im Rahmen des Netzwerks soll Maker Education als inklusiver, sprachsensibler und alltagsnaher Lernraum weiterentwickelt werden, der Kreativität, Problemlösefähigkeit und kollaboratives Lernen gleichermaßen fördert. Zentrale Anliegen sind dabei die Verbindung von Making und Mehrsprachigkeit sowie die Integration digitaler und KI-gestützter Werkzeuge in offene Lernumgebungen. Taha Ertuğrul Kuzu bringt Expertise in der didaktischen Gestaltung sprach- und fachintegrierter Lehr-Lernumgebungen, in der Entwicklungsforschung sowie in der Lehrer*innenbildung zu translanguaging- und digitalitätssensiblen Unterrichtskonzepten ein. Ziel ist es, praxisnahe Konzepte und Materialien zu entwickeln, die Lehrkräften ermöglichen, Maker Education nachhaltig in mehrsprachige und heterogene Grundschulsettings zu integrieren.

David Weiler

David Weiler hat an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd Physik, Mathematik und Biologie für das Werkreal-, Haupt-, Realschullehramt studiert. In seiner Staatsexamensarbeit beschäftigte er sich mit dem Einsatz von Mikrocontrollern für Physik-Lehramtsstudierende. Nach seinem Studium begann er eine Promotion in Physikdidaktik zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht an der Universität Tübingen. Dabei beschäftigte er sich mit unterschiedlichen digitalen Medien und darüber arbeitete in Projekten auch zum Einsatz von Makertechniken, wie dem Einsatz des Lasercutters in der Schule. Aktuell arbeitet er als Praktikumsleiter und akademischer Mitarbeiter an der Universität Paderborn.

Der Schwerpunkt in der Lehre liegt aktuell auf den physikalischen Praktika, in denen Technologien wie Mikrocontroller und der 3D-Druck Einzug gehalten haben.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt liegt in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften zum Einsatz digitaler Medien. Im Projekt ComeMINT entstand so ein Selbstlernkurs auf iMoox.at in dem unterschiedliche digitale Medien für den Unterricht aufbereitet und vorgestellt werden. Zudem entwickelt er Low-Cost Experimente für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht unter Einbezug von Makertechnologien.

Im Rahmen des Netzwerks zu Maker Education sollen erprobte Praktiken in der Aus- und Fortbildung ausgetauscht werden, Materialien für die Schule entwickelt werden und somit ein phasenübergreifender Beitrag zur Maker Education geleistet werden. Dabei sollen OER Materialien entwickelt werden, die nicht nur in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sondern auch direkt in der Schule eingesetzt werden können.



Zukunftsakademie Heidenheim e.V.

Die Zukunftsakademie Heidenheim e. V. (ZAK) begeistert mit einem vielfältigen und kostenlosen Kursangebot Kinder und Jugendliche in Stadt und Landkreis Heidenheim für MINT-Themen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wir begleiten und fördern Schüler*innen entlang ihrer gesamten Bildungsbiografie – von Klasse 4 bis zur Oberstufe.

Konzept

Unsere Angebote sind immer kostenlos, praxisnah, alltagsrelevant und werden von fachkundigen Dozent*innen in modern ausgestatteten Räumen durchgeführt. Die Inhalte vertiefen entweder schulische Themen oder greifen Bereiche auf, die im Unterricht keinen Platz finden. Besonders wichtig ist uns ein großer Freiraum für Kreativität und eigenständiges Experimentieren – bei uns darf man (fast) alles selbst ausprobieren. Der Spaß steht immer im Vordergrund, ohne die Vermittlung von Wie, Weshalb und Warum aus den Augen zu verlieren.

Jährlich nutzen rund 2.500 bis 3.000 Kinder und Jugendliche unsere kostenlosen Angebote im schulischen und außerschulischen Bereich.

Für Schulen

Wir bieten zahlreiche praxisnahe Klassenkurse zu bildungsplanrelevanten Themen an. Die Angebote sind für Schulen im Landkreis Heidenheim kostenlos. Das Kursangebot finden Sie auf unserer Homepage. www.zak-heidenheim.de

Wir möchten zu einem Netzwerk beitragen, das Schulen, außerschulische Lernorte und Expertinnen verbindet.

Als ZAK bringen wir über zehn Jahre Erfahrung mit, praxisnahe und handlungsorientierte Projekte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich an Grundschulen umzusetzen. Ebenso verfügen wir über mehr als zwölf Jahre Erfahrung darin, Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Schule für MINT-Themen zu begeistern, sie langfristig zu motivieren und ihnen Raum für eigenständiges Forschen und Tüfteln zu geben.